180818 - China-Connection und gummierte Lufthüllen – Handlanger des Knochenmanns?

Wenn man den Meldungen zum „Valsartan-Skandal“ Glauben schenken will, so hat eine kapitalistisch orientiert handelnde Firma aus dem kommunistischen China den subtilen Versuch unternommen, die Lebenserwartung der westeuropäischen Bevölkerung zu senken, indem man Krebs-induzierte Verunreinigungen, hier Dimethylnitrosamin dem Wirkstoff Valsartan beifügte.

Etwa auf dem gleichen Niveau könnte eine Argumentation geführt werden, nachdem der amerikanische Luxus-Grill-Hersteller „Weber-Grill“ ein Handlanger des Todes sei, indem er Menschen dazu verführt „totes Fleisch“ durch thermische Prozessführung in einen Zustand zu überführen, der chemische Prozesse wie beispielsweise die Maillard-Reaktion ermöglicht. Sie ahnen es: Auch beim Grillen wird der Sensenmann durch entstehende Nitrosamine unterstützt.

Wenn dieser umweltgefährdende Akt des häufig geselligen Miteinanders – die Luftverschmutzung durch Verwendung von Holzkohle ist ein Thema auf das hier nicht näher eingegangen werden kann, allein: Braunkohlekraftwerke in den späten 60er Jahren erreichten rundum bessere Luftwerte – auch noch durch schmückendes Beiwerk wie die Verwendung von Luftballons begleitet wird, ist der Nitrosamin-GAU geradezu vorprogrammiert ! Durch Zersetzungsprozesse aus Vulkanisations-beschleunigern bei der Herstellung dieser gummierten Luftblasen hat der Grillmeister der Nation – Pappi ! – mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit beim Aufblasen derselben flüchtige Nitrosamine eingeatmet, die seine Lebenserwartung, um Bruchteile von Äonen, verkürzen werden.

Puuh, darauf sollten wir uns dann doch ein helles Pils gönnen – eine Perle der Natur sozusagen ( so originell sind tatsächlich Werbeaussagen um den Konsum einer in flüssiger Form vorliegenden neurotoxikolischen Substanz, vulgo: Alkohol zu steigern ) ! Doch: Oh Graus, Chemiker haben in mühseliger Arbeit festgestellt, dass auch der deutsche Hopfensaft aus Gerste diese todbringende Substanz aus China enthält !

Wenn doch nur „der Chinese“ die Syntheseveränderung des Valsartans der europäischen Arzneimittelbehörde nicht in 2013 angezeigt hätte und diese – nunmehr Nitrosamin-beinhaltende Syntheseschritte – die Änderung nicht abgenickt hätte !

Hoffentlich haben „Weber-Grill“ & Co. sowie die nach dem deutschen Reinheitsgebot brauende Pilsherstellerzunft eine Mitteilung zur Herstellung und Begünstigung des Ausstoßes an Nitrosaminen auch ihren Überwachungsbehörden angezeigt – vielleicht wurden die Daten ja via Luftballons übermittelt ?

 

180705 - valsartanhaltige Arzneimittel

In der Presse kursieren zurzeit Meldungen zu einem Rückruf von valsartanhaltigen Arzneimitteln. Bitte setzen Sie als betroffener Patient das Arzneimittel NICHT ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt selbstständig ab - es geht kein AKUTES, lebensbedrohliches Risiko von den Tabletten aus. Ihr Arzt wird entscheiden, ob eine Umstellung auf ein anderes Präparat ggf. erfolgen muss.

180628 - Blockade von Emerade-Fertigpens

Aufgrund von Beobachtungen über eine Blockade des Pens sollten Sie, so Sie betroffen sind, möglichst immer zwei Pens bei sich tragen. Lassen Sie sich dafür ggf. einen zweiten Pen von Ihrem Arzt verordnen.

180502 - Datenschutz nach DSGVO

Informationen über die Verarbeitung von personenbezogenen Daten unserer Kunden finden Sie hier.

 

180406 - Tendenz fallend:

Während in den Jahren 2008 & 2009 noch der Anteil der zuzahlungsbefreiten oder ermäßigten Arzneimittel bei etwa 60% des Volumens der rabattierten verschreibungspflichtigen Arzneimittel lag, konnte in 2016 nur noch knapp ein Viertel in diese Gruppe eingerechnet werden. Dennoch einen Überblick über die aktuellen zuzahlungsbefreiten/ ermäßigten Arzneittel finden Sie hier.
 

180328 - DER GLÄSERNE KUNDE

Der Datenschutz hat mitunter auch seine guten Seiten, und das bereits bevor die DSGVO in Kraft tritt! Das Landgericht Dessau hat verboten, apothekenpflichtige Arzneimittel im Wege des Versdandhandels über die Plattform Amazon in Deutschland zu vertreiben. Tatsächlich macht aus unserer Sicht die Regelung Sinn; wie können die Daten sicher sein, wenn bei einer Bestellung die Plattform die sensiblen Daten auch zwischenspeichert und wann wurde in welcher Form das Einverständnis dafür gegeben?

Möchten Sie beim Internetsurfen zukünftig gleich das Gegenmittel für die Nebenwirkungen des ersten Mittels als Werbung geschaltet bekommen? Frei nach dem Motto: Kunden, die diese Kondome kauften, wählten auch diese Scheidenpilzmittel für die Woche danach?

 

180209 - SCHUTZ VOR ARZNEIMITTELFÄLSCHUNGEN

Um den Schutz vor möglichen Arzneimittelfälschungen zu verbessern werden mittels quadratischen Data Matrix Code Arzneimittelpackungen zukünftig ausgestattet. Mit diesem System „SecurPharm“ werden ab dem Frühjahr 2018 vor der Abgabe in der Apotheke Informationen zur Registrierung der einzelnen Packung (!) abgefragt. Nähere Information finden Sie hier
 

180125 - RÜCKBLICK AUF 12 Monate

Knapp ein Jahr ist vergangen seitdem der Gesetzgeber entschied Cannabis auf Rezept
zuzulassen und somit Kranken eine zusätzliche Therapieoption ermöglichte. Tatsächlich ist aus unserer Sicht eine Menge geschehen seit dem 19. Januar 2017:  Die Verwirrung zur Erstattungsfähigkeit zu Lasten der GKV, die missverständlichen Aussagen zur Preisfestsetzung und - dies vor allem - der Wechsel von Euphorie zur Ernüchterung.
 
Durch eine - nach unserem Dafürhalten falsche und zu - hohe Erwartungshaltung wurde hier ein Wundermittel in den Medien propagiert, welches häufig eher zu Enttäuschungen als zu Therapiedurchbrüchen geführt hat. Aus der Erfahrung des letzten Jahres gilt es festzuhalten:
1) Bei "Cannabis" haben wir es auf der Ebene der Wirkstoffe mit zwei verschiedenen Hauptvarianten zu tun:

A) THC-GRUPPE - ausgeprägte Affinität zum CB1 Rezeptor, mit der Folge einer sowohl ausgeprägten muskelrelaxierenden als auch antiemetischen Wirkung. Hier ist zudem mit einer psychotropischen Wirkung zu rechnen.

B) CBD-Gruppe - deutliche schwächere Affinität zu CB1 aber durchaus zum CB2 Rezeptor. Dies hat zu Folge, dass die o.g. CB1 Ausprägungen d e u t i c h schwächer ausgeprägt sind und stattdessen mit einer anxiolytischen und antikonvulsiven Komponente zu rechnen ist.

2) Der Applikationsweg ist entscheidend !

Nach unserer Meinung ein Aspekt, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde: Während die Inhalation Blutspiegelwerte von - grob - 100 µg / ml Werte als Maxima ausweist - ist bei der oralen Gabe mit Werten von 2 - 5 µg / ml zu rechnen. Berücksichtigt man die hohe Lipophilie der Wirkstoffe, verwundert es nicht, dass der Therapieerfolg mitunter trotz progredienter Einnahme erst nach W o c h e n (!) eintritt.  

Kurzum: Weder Vertäufelung noch Heiligsprechung ist mithin in der Therapie mit Cannabis angezeigt, sondern vielmehr Expertise und therapeutisches Gespür!